Vera Kisse
Forschungsinteressen
Psychologische Anthropologie, Soziale Konstruktion von Diagnosen, Anthropologie des Körpers, Anthropologie der Emotionen, Sportanthropologie, Digital Anthropology, Neuroanthropologie, Medizinethnologie, Geist-Körper-Beziehungen
Forschungsgebiete
Deutschland, Australien, Lateinamerika
Kurzbiografie
Vera Kisse ist Doktorandin der Ethnologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
In ihrem Dissertationsprojekt untersucht sie das Krankheitskonzept der Schizophrenie aus der Perspektive unterschiedlicher Akteur*innen. Ihr Interesse liegt dabei darauf, herauszufinden, wie die Diagnose in der Praxis ausgehandelt wird und inwiefern nicht nur Betroffene, sondern auch deren Umfeld sowie der gesellschaftliche und institutionelle Kontext einen Einfluss darauf haben, wie psychische Gesundheit mental, körperlich und affektiv/emotional erlebt wird.
Vera Kisse studierte im Bachelor Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Ethnologie, Sportwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Im Anschluss wechselte sie an die Universität Hamburg, um dort im Master Ethnologie zu studieren. In ihrem Forschungsprojekt widmete sie sich dem Phänomen der digitalen Selbstvermessung und untersuchte, inwiefern die Verwendung von „Wearables“ (Fitness-Trackern, die meist dauerhaft am Körper getragen werden) sich auf die Körperwahrnehmung von Nutzer*innen auswirkt. Die Forschung führte sie gefördert im Rahmen des Master of Research Programms an der Macquarie University in Sydney, Australien durch und schloss ihr Studium mit ausgezeichneter Leistung ab.
Im Anschluss an ihr Masterstudium war Vera Kisse mehrere Jahre in Managementpositionen in der Führungskräfteentwicklung tätig. Sie sammelte Erfahrungen im Gesundheitswesen und absolvierte verschiedene Weiterbildungen im Coachingbereich. Ihre Expertise aus den Bereichen Sport und Gesundheit sowie Psychologie und Coaching fließen heute in ihre Forschungstätigkeit mit ein.





