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"Should I stay or should I go?- Wege in der Wissenschaft"

mit einer Lesung der Ethnologin Anna Sperk aus ihrem Debütroman "Die Hoffnungsvollen"


Die Netzwerkstelle Ethnologie und Praxis lädt zu einer gemeinsamen Diskussion über Karrierewege von Nachwuchswissenschaftler*innen ein. Gemeinsam mit Studierenden und Wissenschaftler*innen soll ein facettenreicher Einblick in verschiedene Wege akademischer Laufbahnen geschaffen werden.

Gerahmt wird die Veranstaltung mit einer Lesung aus dem preisgekrönten Debütroman „Die Hoffnungsvollen“ von Anna Sperk, indem die Autorin über die Herausforderungen von befristeten Stellen, Promotion und die Vereinbarkeit von wissenschaftlichem Arbeiten und Familie schreibt. Die Lesung soll dabei Anreize bieten sich dem Thema von Karrierewegen von Nachwuchswissenschaftler*innen differenziert zu nähern und unter anderem folgende Fragen zu klären:

  • Reicht Leidenschaft aus, um in Forschung und Lehreerfolgreich zu sein?
  • Welche Voraussetzung braucht es, um erfolgreich eine akademische Laufbahn einzuschlagen?
  • Welche Chancen gibt es sich in der Wissenschaft zuetablieren, angesichts der steigenden Zahlen an Akademiker*innen und stagnierenden Professuren und Dauerstellen?
  • Welche Chancen und Potentiale habe ich alsWissenschaftler, um in ausserakademischen Bereichenarbeiten zu können?

Eingeladen sind alle Studierenden der Ethnologie, aber auch anderer Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fächer, sowie alle weiteren Interessierten, um die Veranstaltung mit einer lebhaften Diskussion zu bereichern.

Das Ganze beginnt um 18 Uhr und findet in gemütlicher Atmosphäre im Garten des Seminars für Ethnologie statt. Die Institutsgruppe der Ethnologie stellt zudem Getränke zum Verkauf bereit!


Der Debütroman erschien im November 2016 im Mitteldeutschen Verlag   .
Anna Sperk
Die Hoffnungsvollen (ISBN 978-3-95462-750-9)    
"Alex will Ethnologin werden, doch das Orchideenfach, in dem am Bedarf vorbei Massen ausgebildet werden, erweist sich als Sackgasse. Dabei hat sie früh gelernt, sich durchzuschlagen. Ein Abrisshaus ist preiswerte Bleibe, Ausgrabungen finanzieren ihr Studium und ihre Forschungen in Sibirien. Männer trudeln durch ihr Leben, bis sie sich für ihr Kind entscheidet. Nun hangelt sie sich von Projekt zu Projekt, während Anträge zum Lottospiel verkommen. Sie wird von Stipendien und Drittmitteln finanziert. Eine unbefristete Stelle ist unerreichbar, und wenn sie ihrer Tochter ein halbwegs normales Leben bieten will, muss sie sich zwischen ihr und der Wissenschaft entscheiden.
Anna Sperk erzählt als Insiderin von der erschreckenden Situation junger Wissenschaftler heute. In einem Kaleidoskop von Einzelfällen zeigt sie die Auswirkungen deutscher Wissenschaftspolitik und die Sehnsucht nach einem erfüllten, selbstbestimmten Leben."


Veranstaltungstag: 14.06. 2018 18 Uhr
Veranstaltungsort: Garten des Seminars für Ethnologie Reichardtstraße 11, 06114 Halle

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